Von der Dorfschmiede zum Fahrzeugbauer

Ende des 19. Jahrhunderts betreibt die Familie Wellmeyer im kleinen Örtchen Laer, zwischen Münster und Osnabrück, eine Hufbeschlag- und Wagenschmiede. Nach dem Ersten Weltkrieg endet die Zeit der reinen Handarbeit: Wellmeyer stellt sich auf die Mechanisierung der Landwirtschaft ein und baut ab Mitte der 1920er-Jahre neben Pflügen und Kartoffelquetschen auch komplette Anhänger für Schlepper und Lastwagen.

1931 legt Wilhelm Wellmeyer nach seiner Meisterprüfung den Grundstein für die eigenständige Werkstatt, aus der sich der heutige Fahrzeugbau entwickelt. Um 1933/34 wird der Anhänger- und Fahrzeugaufbau offiziell zum Kerngeschäft. Aus den anfangs auf Reparaturen beschränkten Aufträgen entstehen bald eigene Konstruktionen für Transportaufgaben aller Art – vom Fordson-Traktorgespann der 1920er-Jahre bis zu individuellen Aufbauten für Speditionen, Viehhändler und Industriebetriebe in den 1950er- und 60er-Jahren.